Statusbericht
Von admin | 16.Oktober 2008
Eine kurze Information für eventuell vorhandene Leser
Ich lese weiter im Buch! Allerdings schaffe ich es zur Zeit nicht, das auch alles ins Blog zu schreiben. Aber das kommt noch, versprochen!
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combray #11[seiten 229-250]
Von florian | 28.September 2008
immer noch spaziergänge.die schöne landschaft scheint den erzähler aber zu inspirieren: “Bei diesen Träumen wurde mir klar, daß ich eines Tages Schriftsteller werden wollte, und daß es Zeit sei zu wissen, was ich zu schreiben beabsichtigte.” aber leider klappt das mit dem schreiben nicht so ganz: “[...] ich fand mich einer Art von Leere gegenüber; ich fühlte, daß ich kein Genie besaß [...]“. tja. der erzähler hofft auf eine irrationale art und weise, dass sein vater alles wieder in ordnung bringen wird - so wie er es in der vergangenheit ja auch bei vielen dingen getan hatte (nepotismus dürfte damals weit verbreitet gewesen sein).
dann naht aber schon das nächste große ereignis: madame de guermantes wird bei einer trauung in der kirche von combray anwesend sein! der erzähler (marcel? ich glaub der heißt marcel) ist allerdings enttäuscht als er sie in der kirche das erste mal in natura sieht: “Meine Enttäuschung war groß. Sie rührte daher, daß ich bei meiner Vorstellung von Madame de Guermantes mir nicht klargemacht hatte, daß ich sie immer mit den Farben eines Gobelins oder einer Glasmalerie vor mir sah, in einem anderen Jahrhundert also und aus anderem Stoff gemacht als alle anderen Menschen.” die tatsache, dass die madame auch nur ein mensch wie alle anderen ist bringt ihn ziemlich aus der fassung: “Das also, bloß das ist die Herzogin von Guermantes!”. trotz allem verbringt er viel zeit damit, sie anzusehen und genau zu studieren (und proust natürlich viel zeit damit, sie ausführlichst zu beschreiben). und so wie schon bei der tochter von swann steigert sich marcel wieder in seltsame vorstellungen hinein: “‘Ganz sicher bin ich ihr besonders aufgefallen.’ Ich glaubte, ich gefalle ihr, sie werde noch nach Verlassen der Kirche an mich denken und meinetwegen vielleicht am Abend traurig sein in Guermantes. Auf der Stelle liebte ich sie [...]“ - ja, so kanns manchmal gehen…
dann folgt aber ein dramatischer moment im leben des erzählers. am heimweg von einem spaziergang begegnen sie doktor percepied der sie in seiner kutsche mitnimmt. marcel darf vorne am kutschbock mitfahren und betrachtet dabei die kirchtürme der kleinen dörfer in der umgebung am horizont auftauchen und wieder verschwinden. dieser anblick inspiriert ihn so sehr, dass er den doktor sofort um papier und bleistift bittet und den anblick und seine empfindungen schriftlich niederlegt! (ich hab jetzt keine lust das alles abzutippen - aber es klingt genauso wie das, was proust auch sonst so schreibt
).
langsam nähern wir uns dem ende des ersten teils des ersten bandes. der erzähler beschreibt, wie sehr in die landschaften von combray, méséglise und guermantes beeinflusst haben: “Die Gegend[en] [...] haben für alle Zeiten das Antlitz des Landes geprägt, in dem ich lebe.” immer wieder erinnert er sich an seine zeit auf dem land: “Denn oft habe ich einen Menschen wiedersehen wollen, ohne mir darüber klar zu sein, daß es nur deswegen war, weil er mich an eine Weißdornhecke erinnerte, und ich bin durch ein bloßes Reisebedürfnis verleitet worden, an einen Nachsommer der Liebe zu glauben und andere glauben zu machen.” also mich hat zwar noch nie jemand konkret an eine weißdornhecke erinnert - aber ich verstehe was proust hier meint!
und endlich schließt sich der bogen zum berühmten ersten satz. “So dachte ich oft bis zum Morgen an die Zeiten von Combray zurück [...]“. so wie sich der beginn des ersten teils des ersten bandes mit dem einschlafen beschäftigt erzählt proust an dessen vom aufwachen und dem morgen.
damit endet “Combray”, der erste teil von “In Swanns Welt” - das nächste mal geht es mit “Eine Liebe von Swann” weiter.
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combray #10 [seiten 210-229]
Von florian | 18.September 2008
sooo - ich hab nur ne kurze pause von 2 Jahren eingelegt. jetzt gehts aber weiter!
der erzähler wünscht sich also ein mädel vom land. das wünscht er sich auch noch auf den nächsten seiten: “Ach, vergebens flehte ich den Schloßturm von Roussainville an, mir irgendein Kind des Dorfes entgegenzuschicken [...]“. nachdem er sich damit abgefunden hat, keine gesellschaft zu bekommen, wendet er sich wieder seinen erinnerungen an die tochter von herrn vinteuil zu (das war die mit der sehr guten freundin - die wohl mehr als nur eine freundin war). die hat der erzähler nämlich einmal heimlich beobachtet! herr vinteuil ist schon gestorben - und seine tochter wird von ihrer freundin besucht was der erzähler durchs fenster beobachten konnte: “Das Fenster stand halb offen, die Lampe war angezündet, ich sah alle ihre Bewegungen, ohne daß sie mich sah; [...]“ hmm - 2 junge frauen die sich sehr gern haben und ein typ, der sie heimlich durchs fenster beobachtet. klingt ein wenig nach pornofilm - aber soweit kommts bei proust natürlich nicht! mademoiselle vinteuil und ihre freundin jedenfalls sind sich nicht ganz einig über das weitere vorgehen. vinteuils tochter würde gerne das fenster schliessen; ihre freundin meint: “Wenn uns wirklich jemand zusieht, kann es ja gar nichts schaden.” (ich sag ja, in diesem dorf gehts ganz schön zu…)
das fenster bleibt offen und dann wirds ernst: “Sie fühlte, wie die andere ihr einen Kuß auf den Ausschnitt ihrer Crêpebluse drückte; stieß einen kurzen Schrei aus, lief davon, und nun verfolgten sie einander, schlugen flatternd mit den weiten Ärmeln und glucksten und zwitscherten dabei wie verliebte Vögel.” und das alles vor einem foto von monsieur vinteuil das seine tochter vorher extra so aufgestellt hat - und über das sie sich nachher beschwert: “Da schau! das Bild meines Vaters sieht uns zu, ich weiß gar nicht, wer es dahin gestellt hat, ich habe schon zwanzigmal gesagt, daß es da nicht stehen soll.” tja, was soll man da noch sagen. es wird dann noch ein bisschen diskutiert (unter anderem darüber, ob man das foto vielleicht anspucken sollte) - und dann wird das fenster leider geschlossen.
der erzähler nimmt das als anlass, ein paar seiten lang über sadismus zu philosophieren bevor er wieder zum ursprünglichen thema zurück kommt: die spazierrouten der familie!
jetzt beschreibt er den weg “nach der Seite von Guermantes”. der ist viel länger als der in die andere richtung - deswegen darf man den auch nur gehen, wenn das wetter gut ist. auf diesem weg kommt man am glockenturm von sankt hilarius vorbei: eine stelle die dem erzähler besonders gut gefällt:
“Dort hätte ich mich hinsetzen, den ganzen Tag lesen und den Glocken lauschen mögen; denn es war dort so schön und still, daß der Stundenschlag nicht eigentlich die Stille des Tages durchbrach, sondern sie vielmehr von allem befreite, was ihren Inhalt ausmachte, und daß der Glockenturm nur mit der lässigen und gepflegten Pünktlichkeit einer Person, die nichts weiter zu tun hat, im richtigen Augenblick aus der Fülle des Schweigens die paar goldenen Tropfen preßte und niederfallen ließ, die die Hitze dort langsam und dem Lauf der Natur gemäß hatte anwachsen lassen.” das klingt schön…
auf diesem spaziergang kommt man auch an einem unbekannten fischer vorbei (“In Combray, wo ich genau wußte, welches Hufschmieds oder Krämerjünglings Individualität sich unter der Robe des Kirchenschweizers oder dem Hemd des Chroknaben verbarg, blieb dieser Fischer die einzige Person, deren Identität mit niemals bekannt geworden ist.”). weiter geht es an den überresten des schloßes der ehemaligen grafen von combray vorbei, durch gelbe hahnenfußblüten hindurch und an der vivonne entlang wo kinder fische in flaschen fingen. auch die seerosen im fluß sind eine seite an beschreibungen wert und flußabwärts gibts sogar eigene “Nymphengärten” - kleine teiche mit jeder menge wasserpflanzen (die ebenfalls ausführlich beschrieben werden). nach diesem park gehts weiter, am “Lusthaus” vorbei (wo “eine junge Frau, deren nachdenkliches Gesicht und elegante Schleier nicht von dieser Gegend waren [...]“ aus dem Fenster schaut) - allerdings nicht bis nach Guermantes selbst: “Niemals auch konnten wir [den Spaziergang] bis zu einem Ziel ausdehnen, zu dem ich so gern vorgestoßen wäre, nämlich bis Guermantes”. der herzog und die herzogin von guermantes beflügeln seine fantasie, sie sind “[...] immer vom Geheimnis merowingischer Zeiten umhüllt und wie im Abendrot jenes orangefarbenen Lichtes gebadet, das der Silbe ‘-antes’ entströmt”.
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combray #09 [seiten 205-210]
Von florian | 18.September 2006
immer noch gehts um die spaziergewohnheiten der familie… ist das wetter morgens schlecht, wird nicht spaziert. erst als der erzähler “in jenem herbst” wieder nach combray kommt, geht er dann auch alleine los und spaziert. übrigens: nach combray kam er (plus familie natürlich), weil tante léonie gestorben ist! françoise ist natürlich untröstlich und der erzähler sitzt zuhause rum, liest bücher und geht, wie schon erwähnt, alleine spazieren. hier gibts übrigens einen wirklich schönen satz: “[Ich machte...] die Erfahrung, daß gleiche Seelenregungen nicht im selben Augenblick nach einer im voraus bestimmten Ordnung bei allen Menschen entstehen.”. während der spaziergänge denkt der erzähler an: “ländliche Mädchen”! und er wünscht sich, ein solches möge ihm doch begegnen… “Das Verlangen nach einer Frau gab den Reizen der Natur etwas noch Aufregenderes, die Reize der Natur hoben den Wunsch nach einer Frau aus seiner Begrenztheit heraus.”… die landluft scheint ihn wirklich anzuregen…: “In Paris die Bekanntschaft einer Bäuerin aus Méséglise [...] zu machen, wäre mir so vorgekommen wie Muscheln, die ich nicht selbst am Strand gesehen [...], es hätte der Lust, die diese Frau mir schenkte, alles das genommen, womit meine Einbildungskraft sie umwoben hatte. Aber hier in den Wäldern von Roussainville umherirren und keine Dörflerin zum Umarmen zu haben, bedeutete, daß ich den verborgenen Schatz, die innewohnende Schöhnheit dieser Wälder nicht kannte.”
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combray #08 [seiten 201-204]
Von florian | 18.September 2006
ok - es geht zwar ein bisschen langsam voran im moment - aber: es geht immerhin noch voran… also, wo waren wir? bei der komischen tochter von vinteuil… auf diese enthüllung folgt eine beschreibung, was passiert, sollte die familie des erzählers beim spazierengehen vom regen überrascht werden (mit nem einschub, in dem die statuen im eingangsportal der kirche saint-andré-des-champs beschrieben werden).
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combray #07 [seiten 179-200]
Von florian | 2.Mai 2006
die familie des erzählers geht spazieren - und es wird beschrieben, was alles schreckliches passiert, wenn sie mal zu spät nach hause kommen… da wird beispielsweise der hammelbraten von françoise hart und tante léonie macht sich sorgen. danach folgt eine exzessive beschreibung der beiden standard-spazierrouten: “über guermantes” und “die seite von méséglise” auch “swanns seite” - auf französisch wohl “du côte de chez swann” (ah-haa!) - genannt.“die seite von méséglise” ist die kürzere route - deswegen wird sie bevorzugt bei schlechtem wetter ausgewählt und führt, wie schon gesagt, am anwesen von monsieur swann vorbei. da der aber (hab ich das schon erwähnt?) eine “unpassende ehe” geschlossen hat, können die guten leutchen nicht mehr so einfach an seinem park vorbei bzw. durch den park hindurch gehen - sie könnten ihn ja treffen und müssten dann mit ihm reden! eingestreut in die darlegung der sozialen probleme, die einem auf dieser route begegnen können ist eine etwa zweieinhalbseitige beschreibung der weißdornbüsche, die dem erzähler ganz besonders ans herz gewachsen sind. und dann entdeckt er: einen weißdornbusch mit rosa blüten!! was ihn zu wahren epischen höhenflügen treibt… beim aktuellen spaziergang haben sie allerdings nicht gut aufgepasst, denn sie begegnen gilberte, swanns tochter. und für die schwärmt der erzähler ja schon, seit er gehört hat, daß sie mit dem autor bergotte bekannt ist (siehe unten). augenblicklich verliebt er sich in sie… hat aber den bogen mit dem flirten anscheinend noch nicht ganz raus: “Ich liebte sie, ich bedauerte, daß ich weder Zeit noch Einfallsvermögen genug gehabt hatte, um sie zu beleidigen, ihr Böses zuzufügen und ihr die Erinnerung an mich dadurch aufzuzwingen. Ich fand sie so schön, daß ich gern noch einmal umgekehrt wäre und ihr achselzuckend zugerufen hätte: >>Ich finde dich häßlich, furchtbar komisch und es graust mir vor dir!<< “ es folgt die beschreibung einer dramtische abschiedszene (die familie will nach paris zurückkehren bei der sich der erzähler vom weißdorn verabschiedet: “>>Mein guter liebe Weißdorn<< murmelte ich schluchzend vor mich hin, >>du kannst ja nichts dafür, daß ich jetzt fortgehen muß, du hast mir keinen Kummer machen wollen! Dich habe ich auch für immer lieb!<<”. schließlich wird noch das an der spazierroute gelegene haus des monsieur vinteuil beschrieben, der dort alleine mit seiner tochter lebt, die (achtung, schockierend!) fast immer in begleitung einer “älteren Freundin” unterwegs ist, die noch dazu “übel beleumundet” ist, was wohl daran liegt, das sie wohl mehr als eine freundin ist… immerhin wird getuschelt das sie, obwohl sie über eine musikalische Begabung verfügt, man sich sicher sein kann “das sie sich nicht mit Musik beschäftigt, wenn sie bei seiner Tochter ist”. in dem dörfchen scheints ganz schön zuzugehen…
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combray #06 [seiten 155-178]
Von florian | 16.März 2006
madame octave liegt weiterhin im bett und streitet sich virtuell mit der dienerin françoise und der vater des erzählers äußert den gar schrecklichen verdacht, man könnte monsieur legrandin verstimmt haben, da er “heute morgen kaum guten tag” gesagt hat… diese anscheinend dramatische tatsache wird ausführlichst diskutiert, es wird ein familienrat einberufen, etc. zwischendurch findet sich wieder eine proustsche beschreibungsorgie erster güte - wer hätte gedacht, das sich simpler spargel auf diese weise beschreiben lässt: ” [...] besonders aber die Spargel hatten es mir angetan, die wie mit Ultramarin und Rosa bemalt aussahen und deren in Violett und Himmelblau getauchte Spitze nach dem anderen Ende zu - das noch Spuren des nährenden Ackerbodens trug - lauter Abstufungen von irisierenden Farben aufwies, die nichts Irdisches hatten. Es schien mir, daß diese himmlischen Tönungen das Geheimnis von köstlichen Geschöpfen enthüllten, die sich aus der Neckerei in Gemüse verwandelt hatten und durch ihre aus feinem eßbaren Fleisch bestehende Verkleidung hindurch in diesen Farben der zartesten Morgenröte, in diesen hinschwindenden Nuancen von Blau jene kostbare Substanz verrieten, die ich noch die ganze Nacht hindurch, wenn ich am Abend davon gegessen hatte, in den nach Art Shakespearescher Feenkomödien gleichzeitig poetischen und derben Possen wiedererkannte, die sie zum Spaße aufzuführen schienen, wenn sie sogar noch mein Nachtgeschirr in ein Duftgefäß umschufen”. dios mio!!
nach einen kurzen abstecher über françoise und deren zuneigung/abneigung gegenüber dem küchenmädchen ohne namen (“die caritas von giotto”) gehts mit der affaire legrandin weiter. die familie trifft ihn beim sonntagsspaziergang: und er grüsst wieder nicht! und am tag zuvor hat er denn erzähler noch zu ihm zum abendessen eingeladen… trotz der unhöflichkeit wird die einladung angenommen - und beim essen diskutieren sie über die familie guermantes und der erzälher macht sich gedanken über legrandins snobismus. schlussendlich beschliesst die familie, legrandin auf balbec anzusprechen, einen badeort, den sie bald besuchen wollen und wo auch legrandin eine schwester hat, mit der er sie zusammenbringen soll. doch das klappt nicht ganz, da legrandin sich standhaft weigert, seine schwester anzusprechen - er schwafelt lieber über wind und wetter und gott und die welt: “Monsieur Legrandin [hätte eher] eine vollständige Landschaftsethik und Himmelsgeographie der unteren Normandie entworfen, als zuzugeben, das zwei Kilometer von Balbec entfernt seine leibliche Schwester wohnte, und dadurch in die Lage zu kommen, uns einen Einführungsbrief an sie mitgeben zu müssen [...]“
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combray #05 [seiten 133-154]
Von florian | 15.Februar 2006
weiter gehts mit bergotte…der erzähler ist ganz hin und weg als er erfährt, das bergotte ein guter freund von swann ist und viel gemeinsam mit swanns tochter unterwegs ist (worauf hin gleich mal ein bisschen von ihr geschwärmt wird). der pfarrer von combray (ein langweiliger hobby-ethymologe) kommt zu besuch und nervt madame octave und es wird über die glasmalereien der kirche diskutiert. danach wird scheinbar die sensation des lebens in combray erzählt: im hause der madame octave wird samstags schon eine stunde früher mittaggegessen!! das ist immerhin thema genug, um damit einige seiten zu füllen und von den scheinbar so lustigen situationen zu erzählen, in denen menschen vergessen haben, daß das so ist - tja - damals waren die menschen wohl noch leicht zu erheitern…
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combray #04 [seiten 91-132]
Von florian | 13.Februar 2006
so weiter gehts… zuerst mit einer beschreibung des glockenturms von saint-hilaire… danach wird ein bisschen von monsieur legrandin erzählt, der auch den kitschigen, aber doch irgendwie schönen satz “Versuche immer ein Stück Himmel über deinem Leben zu haben” sagt. die freundin der grosstante - eulalie - hat ihren auftritt und der erzähler sitzt im garten und liest und denkt dabei an alles mögliche - z.b. an seinen grossonkel alphonse, der früher in combray gewohnt hat aber sich - wegen ihm - mit seiner familie zerstritten hat: der erzähler (wie heisst der eigentlich??) hat eine vorliebe fürs theater - darf aber selbst noch nicht hingehen… bei alphonse verkehren aber jede menge schauspielerinnen (auch einige aus der demimonde) und als er seinen eltern erzählt, das er die dort getroffen hat, gibts ärger…
noch ein schöner satz: “Ich bildete mir wie die meisten Leute ein, das Hirn der anderen sein ein neutrales, immer empfangsbereites Gefäß ohne spezifisches Reaktionsvermögen gegenüber dem, womit man es füllte.”
es folgt die beschreibung des (namenlosen) küchenmädchens und der gemälde von giotto, da monsieur swann (hab ich den schon mal erwähnt?) sich bei ihr an sie erinnert fühlt. danach gehts wieder ums lesen und um bergotte, einen schriftsteller, der dem erzähler von einem gewissen bloch (einem älterem schulkameraden) empfohlen wird… (laut der beschreibung des schreibstils von bergotte ist man versucht, ihn für marcel proust zu halten…). dieser bloch scheint ein ziemlich schräger vogel zu sein - zitat von ihm: “Ich kann Ihnen absolut nicht sagen, Monsieur, ob es geregnet hat. Ich lebe so entschieden außerhalb all dieser physischen Bedingungen, daß meine Sinne sich nicht mehr die Mühe machen, sie auch nur zu registrieren.” (Antwort des Vaters: “Mein armer Junge, hast du aber einen Trottel zum Freunde.”). und mit weiteren ausführungen zu bergotte gehts dann auf seite 133 weiter…
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combray #03 [seiten 68-90]
Von florian | 7.Februar 2006
im zweiten kapitel des ersten teils gehts jetzt so richtig los mit den geschichten aus combray. zuerst werden tante léonie octave und ihre dienerin françoise bei denen die familie des erzählers zu gast ist vorgestellt und charakterisiert. anschliessend folgt die detailierte beschreibung der kirche von combray - mit einem weiteren meiner lieblingssätze: “Die Apsis der Kirche von Combray - kann man darüber etwas sagen?” nun - marcel proust kann das eindeutig…
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